Wegezoll

17.12.2009

Die Stadtväter der Stadt Ratingen - bei Düsseldorf - begeben sich jetzt auf das Niveau der Raubritter und Wegezoll-Abkassierer aus dem Mittelalter.

Der Stadtrat faßte kürzlich den Beschluß, daß der Internetkonzern Google für jeden Kilometer Straße, den er in Ratingen fotografiert, 20 Euro zahlen muß.

Da man aus rechtlichen Gründen das Fotografieren von Straßen nicht verhindern kann, deklariert man diese Entscheidung als eine Sondernutzungsgebühr. Ratingen hat ein Straßennetz von 309 Kilometern und so soll Google nunmehr eine Gebühr von 6180 Euro zahlen.

Die Pressesprecherin von Google Deutschland erklärte, daß die Aufnahmen für "Street View" angefertigt werden und die Fahrer der eingesetzten Fahrzeuge sich an die Straßenverkehrsordnung halten; die Aufnahmen entstehen im regulären Straßenverkehr im Rahmen des Gemeingebrauchs und ohne diesen zu behindern, so daß keine Sondernutzung vorliege.

Der Suchmaschinengigant Google schickt für seinen Dienst Street View Autos durch Städte und Gemeinden, die mit einer 360-Grad-Kamera auf dem Dach Straßen filmen. Die Bilder werden online gestellt, so dass Nutzer einen virtuellen Spaziergang durch die betreffenden Kommunen machen machen können.

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Da kann man nur sagen: Es ist schon eine Sauerei und Frechheit höchsten Grades, was unsere Politiker sich alles einfallen lassen, um abzukassieren.

Bei diesem Verhalten ist es nicht mehr lange hin, daß der bereits steuerzahlende Bürger für's Spazierengehen auf den Straßen seines Wohnortes Gebühren zahlen muß!

Wie blöd sind eigentlich die meisten Bürger unseres Landes, daß sie solche Politiker immer wieder wählen!?